Neueste Entwicklung in der Millionencausa
Das Landesgericht hat in sämtlichen Verfahren die Rückzahlung der Preisdifferenz zugunsten von ticketerstattung.at bestätigt. Diese Entscheidung betrifft mehr als 15.000 Studierende.
Ein jahrelanger Rechtsstreit
Studierende ohne Hauptwohnsitz in Wien mussten für das Semesterticket 150 Euro bezahlen – doppelt so viel wie der reguläre Tarif von 75 Euro. Bereits 2022 wurde diese Preisgestaltung vom Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien als unzulässig eingestuft.
Seitdem kam es in zahlreichen Verfahren sowohl vor Bezirks- als auch Landesgerichten zu intensiven Auseinandersetzungen zwischen ticketerstattung.at und den Wiener Linien. Die Fälle betreffen nicht nur österreichische Studierende, sondern auch viele aus EU-Ländern wie Deutschland und Italien. Nun ist klar: Die Wiener Linien müssen die Preisdifferenz wegen der Ungleichbehandlung erstatten. Insgesamt konnte ticketerstattung.at in sieben Verfahren bei fünf Senaten des Landesgerichts endgültig gewinnen – ohne eine einzige Niederlage. Rund 15 Richterinnen und Richter waren allein in den vergangenen Monaten mit der Angelegenheit beschäftigt.
Nach Ansicht von ticketerstattung.at ist damit eindeutig bestätigt, dass betroffene Studierende Anspruch auf die Rückerstattung haben. Das Landesgericht sprach zuletzt sogar von einer „ständigen Rechtsprechung“. Da das Gericht in dieser Angelegenheit die letzte Instanz ist, ist eine Revision an den Obersten Gerichtshof ausgeschlossen.
Klare Linie in der Rechtsprechung
Noch bis vor kurzem gingen die Wiener Linien davon aus, dass einzelne Urteile zu ihren Gunsten das Blatt wenden könnten. Ein im Jänner 2025 ergangenes Urteil, das nicht ticketerstattung.at betraf, blieb jedoch eine Ausnahme. Derselbe Senat entschied inzwischen erneut – diesmal jedoch zugunsten von ticketerstattung.at.
Obwohl die Wiener Linien mehrfach unterlagen, versuchten sie zuletzt, über Vergleichsangebote einen finanziellen Nachlass zu erreichen. Mit der nun gefestigten Rechtsprechung gilt dies jedoch als ausgeschlossen.
Appell an die Wiener Linien
Für ticketerstattung.at ist der Fall rechtlich abgeschlossen. Die Plattform fordert die Wiener Linien auf, die gerichtliche Entscheidung anzuerkennen und ausstehende Forderungen vollständig zu begleichen. Insgesamt geht es dabei um Ansprüche in Millionenhöhe.
Weitere Prozesse würden nicht nur unnötig Zeit kosten, sondern auch erhebliche zusätzliche Ausgaben verursachen, die letztlich auf die Steuerzahler zurückfallen könnten.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Scrimber IT-Service GmbH/ Veröffentlicht am 17.09.2025
