Mit Beginn der Sommermonate setzen das Land Tirol, die Stadt Innsbruck und der Alpenzoo Innsbruck-Tirol ein gemeinsames Zeichen für Gesundheitsvorsorge und Hitzeschutz. Ab sofort stehen an drei stark frequentierten Orten in Innsbruck kostenlose Sonnencreme-Spender bereit. Die neuen Stationen befinden sich am Landhausplatz, am Marktplatz und im Alpenzoo und sollen einen einfachen Zugang zu wirksamem Sonnenschutz ermöglichen.
Hintergrund ist die zunehmende Belastung durch starke Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen. Gerade in den Sommermonaten zieht es viele Menschen nach draußen. Gleichzeitig steigen damit auch die gesundheitlichen Risiken durch UV-Strahlung und Hitze.
Der für die Liegenschaften des Landes zuständige Landeshauptmannstellvertreter Philip Wohlgemuth erklärte, öffentliche Plätze müssten gerade in Zeiten zunehmender Hitze möglichst gut nutzbar und sicher bleiben. Die neuen Sonnencreme-Spender an stark besuchten Orten wie dem Landhausplatz seien deshalb ein einfacher und niedrigschwelliger Beitrag zur Gesundheitsvorsorge im öffentlichen Raum.
Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele verwies darauf, dass rund 20 Prozent der Tiroler Bevölkerung im Laufe ihres Lebens an einer Form von Hautkrebs erkranken. Gleichzeitig nehme die Zahl der Hitzetage weiter zu, während die Intensität der Sonneneinstrahlung noch oft unterschätzt werde. Die neuen Spender im Stadtgebiet seien deshalb ein praktisches und alltagstaugliches Angebot für die Menschen in Innsbruck. Zugleich hob sie die Zusammenarbeit zwischen Land Tirol, Stadt Innsbruck und Alpenzoo hervor. Ziel sei es, das Bewusstsein für Sonnenschutz zu stärken und Gesundheit besser zu schützen. Das Projekt sei Teil eines größeren Maßnahmenpakets gegen Hitze.
Drei Standorte, ein gemeinsames Ziel
Die kostenlosen Sonnencreme-Spender sollen zunächst für drei Jahre jeweils von April bis September betrieben werden. Das Projekt ist Teil der Tiroler Klima- und Nachhaltigkeitsstrategie und soll Bewusstseinsbildung und Gesundheitsprävention fördern. Technisch umgesetzt wird es von der Spezialfirma Sundo, die in Europa smarte Sonnencreme-Spender anbietet.
Die Stationen informieren nicht nur über Sonnenschutz, sondern zeigen auch aktuelle Werte wie den UV-Index, die Temperatur sowie Angaben zu UVA- und UVB-Strahlung an. Die angebotene Sonnencreme hat Lichtschutzfaktor 30, ist hypoallergen, wasserfest und frei von Parabenen. Durch ein Nachfüllsystem wird zudem auf Einwegverpackungen verzichtet. Laut Hersteller entsteht dadurch rund 200-mal weniger Abfall als bei vergleichbaren Mengen in herkömmlichen Verpackungen.
Sonnenschutz ist nur ein Teil des Hitzeschutzes
Cornelia Hagele machte zum Sommerbeginn außerdem auf die gesundheitlichen Folgen längerer Hitzeperioden aufmerksam. Besonders betroffen seien ältere Menschen, pflegebedürftige Personen und Kleinkinder. Der Körper könne sich bei hohen Temperaturen rasch auf ein gesundheitsgefährdendes Maß aufheizen. Neben Sonnenschutz seien deshalb vor allem ausreichend Flüssigkeit, leichte Ernährung und bewusste Vorsorge wichtig. Gerade an heißen Tagen spiele eine gute Flüssigkeitszufuhr eine zentrale Rolle, um den Kreislauf zu entlasten und wichtige Stoffwechselvorgänge aufrechtzuerhalten.
Teil eines größeren Maßnahmenpakets
Die Zahl der Hitzetage ist in Innsbruck in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gestiegen. Während zwischen 1961 und 1990 im Durchschnitt neun Tage pro Jahr mit Temperaturen über 30 Grad gemessen wurden, waren es im Jahr 2025 bereits mehr als 30 Hitzetage. Deshalb setzen das Land Tirol und die Stadt Innsbruck verstärkt auf umfassende Maßnahmen zum Hitzeschutz.
Innsbrucks Stadträtin Janine Bex betonte, dass besonders städtische Gebiete stark vom Klimawandel und den steigenden Temperaturen betroffen seien. Innsbruck habe in den vergangenen Jahren mehrfach zu den Hitze-Hotspots in Österreich gezählt. Mit den neuen Sonnencreme-Spendern werde das bestehende Hitzeschutzangebot nun um eine weitere kostenlose Maßnahme für die Bevölkerung erweitert.
Auch der Direktor des Alpenzoos, André Stadler, sieht darin einen wichtigen Zusatznutzen für Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland. Gerade Familien hielten sich im Alpenzoo oft lange im Freien auf. Der kostenlose Sonnenschutz sei daher ein zusätzlicher Service, der helfe, gesundheitliche Risiken zu verringern und Besuche auch an heißen Tagen angenehmer zu machen.
Trinkwassermapping ergänzt das Angebot
Bereits vor einem Jahr hatte das Land Tirol das sogenannte Trinkwassermapping vorgestellt. Auf dieser interaktiven Karte sind inzwischen fast 1.600 öffentliche Trinkwasserbrunnen in allen Bezirken verzeichnet. Gerade an heißen Tagen hilft das Angebot dabei, schnell den nächsten Trinkwasserbrunnen zu finden, etwa bei Spaziergängen oder Radtouren. Künftig soll das Trinkwassermapping auch als App für Smartphones verfügbar sein.
Teil des Tiroler Hitzeschutzplans ist außerdem, dass bei längeren Hitzeperioden gezielt Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, mobile Pflegedienste, Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen, Gemeinden und Einsatzorganisationen informiert werden. Zusätzlich stellt das Land Informationsmaterialien und Verhaltenstipps für Bevölkerung, Tourismus und Kommunen bereit.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Land Tirol/Veröffentlicht am 04.06.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.