Mit klaren Weichenstellungen, gezielten Investitionen und einem breiten Angebot für Begegnung, Kultur und Mitwirkung richtet die Stadt Salzburg ihren Blick auf 2026. Die Stadt zeigt, wie urbane Entwicklung lebendig, leistbar und zukunftsorientiert gelingen kann. Zugleich positioniert sich Salzburg als Gastgeberstadt des Österreichischen Städtetags 2027 und unterstreicht damit den Anspruch, Stadtentwicklung vorausschauend, sozial ausgewogen und im kontinuierlichen Austausch mit der Bevölkerung zu gestalten.
Der Bürgermeister macht deutlich, dass gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Phasen Stillstand keine Option sei. Die Stadt setze bewusst auf Investitionen in Bildung, Infrastruktur und gesellschaftlichen Zusammenhalt, um Arbeitsplätze zu sichern, die Lebensqualität zu stärken und den Menschen Orientierung und Verlässlichkeit zu bieten.
111 Millionen Euro für den Alltag der Stadt
Für 2026 sind Investitionen in Höhe von rund 111 Millionen Euro vorgesehen. Der Fokus liegt auf Bereichen, die den Alltag der Salzburgerinnen und Salzburger unmittelbar betreffen. Mit 33 Millionen Euro fließt der größte Anteil in Schulen, Kindergärten und Horte. Für Kultur stehen rund 16 Millionen Euro bereit, darunter Mittel für die Sanierung und Erweiterung der Festspielhäuser. Weitere Investitionen betreffen den Straßen- und Wohnbau, die Abfall- und Abwasserinfrastruktur, den öffentlichen Verkehr sowie stadteigene Betriebe. Das Budget wurde mit breiter Mehrheit beschlossen und steht für Stabilität, Planungssicherheit und eine klar definierte Zukunftsstrategie.
Kinderbildung und Betreuung: transparent und gut planbar
Ab dem 26. Jänner 2026 startet die Anmeldung für die städtischen Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen für den Herbst. Erstmals findet am 21. Jänner 2026 ein stadtweiter Informationstag statt: Alle städtischen Einrichtungen öffnen von 15 bis 18 Uhr ihre Türen und informieren über pädagogische Konzepte, Eingewöhnung und Förderangebote. Ziel ist es, Eltern frühzeitig Orientierung zu geben und den Anmeldeprozess übersichtlich und nachvollziehbar zu gestalten. Die Fristen enden am 13. Februar 2026 für Kleinkindgruppen sowie am 6. März 2026 für Kindergarten und Hort.
Mobilität weiterentwickeln, fair steuern
Im Jahr 2026 werden spürbare Verbesserungen im öffentlichen Verkehr umgesetzt. Dazu zählen dichtere Takte und ein erweitertes Nachtangebot, um Sicherheit, Komfort und die Erreichbarkeit der Innenstadt zu erhöhen. Bereits in der Adventzeit setzte die Stadt Anreize für den Umstieg auf Bus und Bahn, indem die Nutzung der Öffis an allen Adventsamstagen in der Kernzone kostenlos war. Gleichzeitig werden Gebühren dort angepasst, wo es aufgrund der Inflation erforderlich ist. Die letzte Erhöhung der Parkgebühren liegt zehn Jahre zurück; im Städtevergleich bleibt Salzburg moderat und achtet auf Transparenz sowie soziale Ausgewogenheit. Zentrale Gebühren, etwa für die Kanalbenützung, bleiben unverändert.
Salzburg verbinden: das Linienkonzept 2026
Die verkehrliche Neuordnung im Bereich des Neutors stellt 2026 eine organisatorische Herausforderung dar, eröffnet zugleich aber Chancen für ein zeitgemäß abgestimmtes Öffi-Angebot. Durch gezielte Umleitungen der Linien 1, 8, 10 und 22 sowie eine zusätzliche Ersatzlinie bleibt die Erreichbarkeit aller Stadtteile auch während der Bauphase gewährleistet. Wohngebiete, Schulen, Einkaufszonen und zentrale Knotenpunkte bleiben zuverlässig angebunden.
Gleichzeitig entsteht rund um das Neutor mehr Raum für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie für den Radverkehr. Die Aufenthaltsqualität steigt spürbar, der öffentliche Raum wird langfristig aufgewertet. Mit dem Start des neuen Leihradsystems S-Bike im Jahr 2026 wird das Angebot klimafreundlicher Mobilität weiter ausgebaut und eng mit dem öffentlichen Verkehr verknüpft.
Klimaneutralität bis 2040: vom Ziel zur Umsetzung
Mit dem beschlossenen Klimafahrplan verfolgt Salzburg das Ziel, bis 2040 klimaneutral zu werden. 2026 steht ganz im Zeichen der Umsetzung in den Bereichen Energie, Gebäude, Mobilität, Verwaltung und Kreislaufwirtschaft. Bis 2030 sollen die Emissionen um 40 Prozent sinken. Der Transformationsprozess wird als gemeinsame Aufgabe verstanden, bei der jede Abteilung, jede Investition und viele Entscheidungen im Alltag dazu beitragen, Ressourcen zu schonen und die Stadt langfristig resilient zu machen.
Stadtentwicklung mit breiter Beteiligung
Ein zentraler Schritt 2026 ist die Weiterentwicklung des Räumlichen Entwicklungskonzepts. Mehr als 800 Stellungnahmen aus der Bevölkerung verdeutlichen das große Interesse an der Zukunft der Stadt. Der Beschluss im Gemeinderat ist für 2026 vorgesehen. Das Konzept bildet die strategische Grundlage für die räumliche Entwicklung in den kommenden Jahrzehnten – von leistbarem Wohnen über Wirtschaft und Mobilität bis hin zu Klima- und Grünraumschutz.
Beteiligung dort, wo Menschen leben
Die Stadt stärkt 2026 gezielt die Mitwirkung in den Stadtteilen. Neue und ausgebaute Bewohnerinnen- und Bewohner-Service-Stellen, Stadt:Dialog-Touren und weitere Beteiligungsformate sorgen dafür, dass Stadtpolitik nahbar bleibt und im Alltag der Menschen stattfindet. Entscheidungen sollen verständlich und im Dialog auf Augenhöhe getroffen werden.
Altstadt weiter aufwerten: neuer Mozartplatz
Nach Abschluss der Arbeiten am Waagplatz beginnt im Frühjahr 2026 die Neugestaltung des Mozartplatzes. Mehr Grün, zusätzliche Bäume und eine hohe gestalterische Qualität sollen den stark frequentierten Platz einladender und klimatauglicher machen. Damit wird ein weiterer zentraler Bereich der Altstadt als öffentlicher Aufenthaltsraum neu gedacht.
Kultur, Begegnung und Demokratie
Auch 2026 bietet Salzburg ein vielfältiges Veranstaltungsjahr – vom Radfrühling über das Stadtfest und Konzerte am Residenzplatz bis zu „Live in Salzburg“ im Sommer. Ein besonderer Fokus liegt auf Demokratie, Vielfalt und Zusammenhalt, etwa durch Stadt:Dialog-Formate, Stadtteilfeste und den Monat der Vielfalt, der bereits im Jänner beginnt.
Die städtischen Galerien präsentieren an fünf Standorten ein ganzjähriges Programm, die Wissenstage widmen sich erneut außergewöhnlichen Themen, und das Artist-in-Residence-Programm feiert sein 40-jähriges Bestehen. Mit dem neuen Sound of Music Museum in Hellbrunn entsteht 2026 ein weiterer kultureller Anziehungspunkt mit internationaler Ausstrahlung, der Filmgeschichte, Musik und Stadtidentität verbindet. Zusätzlich markiert das Jubiläum „30 Jahre UNESCO-Welterbe Salzburg“ mit einem neuen Besucherinnen- und Besucherzentrum ein klares Bekenntnis zum sensiblen Umgang mit dem historischen Erbe.
Bewährtes stärken, Neues ermöglichen
Die Stadt baut 2026 auf Initiativen auf, die in den vergangenen Jahren besonders viel Resonanz erfahren haben. Aktionen wie der stadtweite Frühjahrsputz der Müllbusters, Kulturpreisverleihungen, Programme der Bewegten Stadt und der Sozialen Stadt sowie vielfältige Mitmachformate erreichen weiterhin hohe Beteiligung. Die Lehrlingsoffensive wird konsequent fortgeführt, mit dem Ziel, erneut zwischen zehn und zwanzig neue Lehrlinge für die Stadtverwaltung zu gewinnen. Parallel dazu schreitet die Umsetzung des Frauen- und Gleichstellungsplans voran, der Chancengleichheit als festen Bestandteil moderner Verwaltung verankert. Auch die Gesundheitsvorsorge bleibt ein Schwerpunkt: Kostenlose Impfaktionen gegen Grippe und COVID-19 werden 2026 fortgesetzt und sichern einen niederschwelligen Zugang zum Schutz der Bevölkerung.
Salzburg zeigt, was Stadt kann
Mit dem Blick auf 2026 und den Österreichischen Städtetag 2027 macht Salzburg deutlich, wofür eine moderne Stadt steht: investieren statt verwalten, beteiligen statt belehren, vorausschauen statt abwarten. Die Stadt agiert entschlossen und reagiert zugleich umsichtig – für ein Salzburg, das lebendig bleibt, Lebensqualität bietet und für alle leistbar ist.
2026 in Zahlen
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111 Mio. € Gesamtinvestitionen
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33 Mio. € für Schulen, Kindergärten und Horte
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16 Mio. € für Kultur (inkl. Festspielhäuser)
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13 Mio. € für Straßenbau
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6 Mio. € für Wohnbau
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6 Mio. € für Abfall- und Abwasserinfrastruktur
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5 Mio. € für Öffis und stadteigene Betriebe
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Ziel: Klimaneutralität bis 2040
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Salzburg/Veröffentlicht am 30.12.2025
