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Tirol fördert barrierearme Wanderwege

aktualisiert: 17. August 2026 08:25
Rollstuhlfreundlicher Wanderweg
Rollstuhlfreundlicher Wanderweg ©Alisa/stock.adobe.com

Tirol will seine Berg- und Naturlandschaft für mehr Menschen zugänglich machen. Dafür unterstützt das Land Gemeinden und Tourismusverbände beim Ausbau mobilitätsfreundlicher Wanderwege und bei der Weiterentwicklung bestehender Angebote.

Beispiele dafür sind Ausflüge zum Reintaler See im Bezirk Kufstein, zum Seefelder Wildsee im Bezirk Innsbruck-Land oder zum Schlosskopf Ehrenberg im Bezirk Reutte. Sie zeigen, wie Naturerlebnisse auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen besser erreichbar werden können.

250.000 Euro Fördermittel im Jahr 2025

Allein im Jahr 2025 stellte das Land Tirol rund 250.000 Euro Fördermittel bereit. Unterstützt wurden unter anderem Wanderwegsanierungen, Neubauten mobilitätsfreundlicher Wanderwege, ein Themenweg sowie ein barrierefreier Seezugang.

Aktuell befinden sich neun weitere Projekte in Umsetzung. Gleichzeitig werden bestehende Angebote in ganz Tirol erstmals systematisch erfasst und nach einheitlichen Kriterien klassifiziert.

Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler betont, dass Natur und Erholung allen Menschen offenstehen sollten. Das Land fördere Neubau- und Adaptierungsmaßnahmen mit bis zu 70 Prozent der förderbaren Nettogesamtkosten. Dadurch sollen Menschen mit Mobilitätseinschränkungen die Tiroler Landschaft möglichst selbstbestimmt erleben können.

Angebote wachsen in mehreren Regionen

Die Entwicklung mobilitätsfreundlicher Wanderangebote begann vor einigen Jahren vor allem im Außerfern. Inzwischen entstehen entsprechende Wege in mehreren Tiroler Regionen.

Neben Angeboten rund um den Schlosskopf Ehrenberg, den Seefelder Wildsee und das Frauenschuhgebiet in Elmen werden auch in Seefeld-Leutasch, im Kaunertal und im Wipptal neue mobilitätsfreundliche Wege umgesetzt.

Ein Beispiel ist der Rundweg am Reintaler See in Kramsach. Dort wurden ein barrierefreier Seezugang und ein Bewegungspark geschaffen. Das Projekt zeigt, wie Naturerlebnis und Barrierefreiheit auch im alpinen Raum miteinander verbunden werden können.

Nicht nur für Rollstuhlfahrende gedacht

Soziallandesrätin Eva Pawlata hebt hervor, dass Mobilitätsfreundlichkeit breiter gedacht werde als reine Rollstuhltauglichkeit. Angebote sollten von Beginn an für möglichst viele Menschen geplant werden.

Dazu gehören Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ebenso wie ältere Personen oder Familien mit Kinderwagen. Ziel ist es, Wege und Naturangebote so zu gestalten, dass sie von unterschiedlichen Nutzergruppen gut verwendet werden können.

Einheitliche Klassifizierung für bessere Planung

Damit Besucherinnen und Besucher schon vor einer Tour wissen, welche Anforderungen sie erwarten, führt Tirol eine landesweit einheitliche Einstufung mobilitätsfreundlicher Wanderwege ein.

Grundlage ist die Tiroler Richtlinie zur Klassifizierung von Wanderwegen für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Die Wege werden nach objektiven Kriterien bewertet und in die Schwierigkeitsstufen leicht, mittelschwierig und schwierig eingeteilt.

Für die Erhebung wird ein eigens entwickelter Messrollstuhl eingesetzt. Er erfasst unter anderem Wegbreite, Längsneigung, Distanz, Höhenprofil und Oberflächenbeschaffenheit.

Informationen direkt auf der Beschilderung

Die tirolweite Bestandsaufnahme bildet die Grundlage für eine einheitliche Klassifizierung und eine künftig übersichtliche, öffentlich zugängliche Darstellung mobilitätsfreundlicher Wanderangebote.

Die Einstufung soll direkt auf der gelben Wanderwegbeschilderung sichtbar sein. Ergänzend informieren Plaketten und Tafeln an den Ausgangspunkten über die jeweilige Route.

Tirol investiert in Wanderinfrastruktur

Tirol verfügt über rund 24.000 Kilometer Wanderwege und damit über eines der vielfältigsten Wanderangebote im Alpenraum. Das Land investiert kontinuierlich in die Qualität dieser Infrastruktur.

In den vergangenen zehn Jahren flossen rund 7,5 Millionen Euro in die Wanderinfrastruktur. Davon wurden etwa 3,9 Millionen Euro für die Sanierung bestehender Wege eingesetzt.

Gefördert werden unter anderem Brücken, Rastplätze, Themenwege und mobilitätsfreundliche Wege. Ziel ist es, Naturerlebnisse für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen.

Nachhaltige Nutzung der Bergwelt

Alle Projekte werden vom Tiroler Landschaftsdienst fachlich begleitet. Dabei wird geprüft, ob sie mit dem Tiroler Wander- und Bergwegekonzept sowie mit den Zielen des Programms „Bergwelt Tirol – miteinander erleben“ vereinbar sind.

Im Mittelpunkt stehen Besucherlenkung, Information, Sensibilisierung, hochwertige Infrastruktur und digitale Innovationen. Naturerlebnisse sollen nachhaltig gestaltet werden. Zugleich will Tirol ein sicheres und rücksichtsvolles Miteinander am Berg fördern.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Land Tirol/Veröffentlicht am 16.08.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.

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