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Was man über das Auslandssemester wissen sollte

Auslandssemester
© ELUTAS / stock.adobe.com

Das Auslandssemester ist für viele Studierende sicherlich eine spannende und aufregende Zeit, wenn nicht sogar die schönste Zeit im ganzen Studium. Damit jedoch alles reibungslos und problemfrei klappt, muss vor dem Auslandssemester einiges getan und organisiert werden. Unsere besten Tipps dazu gibt es hier.

Die Chance erkennen

Eine globalisierte und multikulturelle Welt macht fremdsprachliche Fähigkeiten heutzutage unabdingbar. Und nicht nur in international orientierten Studiengängen ist ein Auslandssemester ratsam. Ein Semester im Ausland kann auch zur Vertiefung oder Spezialisierung der eigenen Studien genutzt werden. Besonders wenn sich Studierende an einer renommierten Hochschule im Ausland einschreiben oder ein begehrtes Stipendium ergattern, kann das der beruflichen Karriere später dienlich sein.

Auch nach dem Studium kann ein Auslandssemester eingelegt werden. Dies kann auch zur Überbrückung bis zum Beginn eines Master-Studiums dienen. Allerdings entfällt in dieser Zwischenphase der Studentenstatus, sodass hier eher zu einer Sprachreise oder einem Praktikum geraten wird.

Auswahl der passenden Uni

Die persönlichen Erfahrungen und die sprachlichen Kompetenzen, die Studierende in einem Auslandssemester sammeln, sind gefragter denn je. Globale Märkte, vernetzte Strukturen und internationale Kontakte verlangen vom heutigen Arbeitnehmer nicht nur die fremdsprachlichen Fähigkeiten, sondern auch landeskundliches Wissen. Daher ist ein Auslandssemester in viele Studienprogramme bereits fest integriert. Ein weiterer Grund ist für manche Studierende, dass an ausländischen Hochschulen die Zulassungsbeschränkungen entfallen und beispielsweise kein Numerus clausus besteht. Wer an einem Austauschprogramm wie Erasmus teilnimmt, der muss auch keine Studiengebühren zahlen, wie es vielfach im Ausland der Fall ist.

Das Zielland für ein Auslandssemester hängt in den meisten Fällen von den eigenen Studieninhalten oder den vorhandenen Fremdsprachenkenntnissen ab. Wer Spanisch studiert, sollte sich folglich ein Land aussuchen, in dem Spanisch die Landessprache ist. Wer andererseits Ingenieurswissenschaften studiert und sein Studium zur fachlichen Vertiefung und/oder Spezialisierung nutzen möchte, der sollte einerseits darauf achten, eine Hochschule mit gutem Ruf und ein gutes Forschungsklima auszuwählen. Andererseits sollte die Lehrsprache natürlich verstanden werden können.

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Bestehen weder Studienvorgaben noch Spezialisierungswünsche, so können persönliche Wünsche den Ausschlag geben. Es können also Länder gewählt werden, die den Studierenden rein privat interessieren. Viele Hochschulen haben zudem Partner-Unis, sodass Kontakte schon vorhanden sind, die die Organisation und den Austausch erleichtern.

Das Auslandssemester richtig planen

Ein Auslandssemester will gut organisiert sein. Erste Anlaufpunkte sind dabei das Akademische Auslandsamt bzw. Foreign Office der eigenen Hochschule. Vorwiegend finden zu den Angeboten und Möglichkeiten spezielle Infoveranstaltungen in regelmäßigen Abständen statt. In den einzelnen Fachbereichen gibt es in der Regel einen Zuständigen, der sich um die Belange der ankommenden und weggehenden Studierenden kümmert. Hilfreich können auch Gespräche mit Kommilitonen sein, die selbst im Ausland waren und von ihren Erfahrungen berichten können.

Damit das Auslandssemester in jedem Fall ein Erfolg wird, sollten sich Studierende genug Zeit nehmen (Experten raten zu rund einem Jahr), um den Aufenthalt zu planen und zu organisieren. Denn neben der Wahl der passenden Hochschule sollte auch die Finanzierung geklärt sein. Studiengebühren sind im Ausland gängig, ein Stipendium kann hier die Lösung sein. Dies bedeutet allerdings auch, sich an die entsprechenden Bewerbungsfristen zu halten.

„Auslandssemester light“ – der Bildungsurlaub

Zum Schluss noch ein Hinweis auf eine Möglichkeit, die oft übersehen wird. Auch wer nicht (mehr) studiert, kann sich im Ausland weiterbilden, und zwar durch einen sogenannten Bildungsurlaub.

Es handelt sich hierbei also nicht um ein komplettes Semester, sondern um nur wenige Tage, die aber jedem Arbeitnehmer zustehen und die in voller Höhe bezahlt werden. Der Lohn bzw. das Gehalt fließen also während des Bildungsurlaubs weiter.

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Zentrale Anlaufstelle für detaillierte Infos sind die Bildungsurlaubsportale der einzelnen Bundesländer, da die Regelungen und anerkannten Veranstaltungen je nach Land unterschiedlich sind. Dort finden sich offizielle Informationen über Voraussetzungen, Fristen, anerkannte Bildungsträger und Kursangebote. Auch Volkshochschulen, Gewerkschaften und Weiterbildungseinrichtungen bieten Beratung und Programme speziell für Bildungsurlaub an.

Verfasst von Redaktion