Skip to content
3DPanorama.at
Kultur + Unterhaltung

Live in Salzburg 2026 wird zum größten Festival bisher

aktualisiert: 20. Mai 2026 09:26
salzburg
salzburg ©auergraphics/stock.adobe.com

Mit „Live in Salzburg“ geht 2026 die bislang größte Ausgabe des kostenlosen Sommer- und Jugendkulturprojekts der Stadt an den Start. Was 2023 noch unter dem Namen „Live im Park“ begonnen hatte, hat sich in wenigen Jahren zu einem stadtweiten Festival mit Konzerten, DJ-Formaten, Sommerkino, Workshops und Action Days entwickelt. Damit zählt das Projekt inzwischen zu den sichtbarsten Kulturinitiativen für junge Menschen in Salzburg.

Von Juli bis Ende August 2026 erwartet junge Menschen, Familien und Kulturinteressierte ein breites Programm mit freiem Eintritt an mehreren Orten im Stadtgebiet. Im Mittelpunkt stehen vier große Konzerttage im Volksgarten mit bekannten nationalen und regionalen Acts wie Klangkarussell, Cari Cari, Majan, Anna Buchegger und Lylit. Ergänzt wird das Angebot durch DJ-Events, kostenlose Sommerworkshops, Action Days und Sommerkino-Abende. Umgesetzt wird das Festival von der Stadt Salzburg, genauer von der Abteilung Soziales.

Bürgermeister Bernhard Auinger machte deutlich, dass „Live in Salzburg“ beispielhaft zeige, wie vielfältig, dezentral und zugleich wirtschaftlich Kulturarbeit in der Stadt funktionieren könne. Aus einem kleinen Jugendkulturprojekt sei in kurzer Zeit ein erfolgreiches Festival für die ganze Stadt entstanden, das neue Räume öffne, junge Talente fördere und unterschiedliche Menschen zusammenbringe. Zugleich passe das Format sehr gut in den Kultursommer Salzburgs und ergänze bestehende Veranstaltungen wie die Residenzplatzkonzerte und das Stadtfest. Dadurch werde das Profil der Stadt geschärft, neue Zielgruppen würden angesprochen und urbane Kulturformen sichtbarer gemacht.

Auch Sozialstadträtin Andrea Brandner betonte, dass mit dem Festival kostenlose und barrierefreie Angebote geschaffen würden, damit junge Menschen unabhängig von ihren Voraussetzungen Kultur, Gemeinschaft und Freizeitangebote erleben könnten. Gerade niedrigschwellige Formate seien wichtig für sozialen Zusammenhalt und Chancengleichheit. Besonders wichtig sei ihr außerdem, dass das Festival nicht nur kulturelle Vielfalt sichtbar mache, sondern auch jungen Künstlerinnen und Künstlern aus der Region eine Bühne gebe.

Der Abteilungsvorstand für Soziales, Patrick Pfeifenberger, sieht das Projekt inzwischen als etablierte Marke. Aus seiner Sicht zeigt „Live in Salzburg“, wie moderne Jugend- und Kulturarbeit heute gestaltet werden kann: offen, kostenfrei, partizipativ und zugänglich für alle. Entscheidend sei gewesen, ein Festival zu schaffen, bei dem sich jede und jeder willkommen fühlen könne, unabhängig von Herkunft, Alter, sozialem Hintergrund oder individuellen Bedürfnissen. Dass viele junge Menschen das Angebot nutzten und mitgestalteten, wertete er als starkes Zeichen für Zusammenhalt und kulturelle Vielfalt in Salzburg.

Projektleiter Lukas Holzmann hob hervor, dass „Live in Salzburg“ weit über ein reines Veranstaltungsprojekt hinausgehe. Es sei ein deutliches Signal dafür, welchen Stellenwert Jugendkultur, kulturelle Teilhabe und kostenlose Freizeitangebote in der Stadt einnehmen. Er verwies darauf, dass das Vertrauen der Salzburger Stadtregierung sowie die Unterstützung von Sponsorinnen, Sponsoren und Partnern entscheidend dafür seien, das Projekt von Jahr zu Jahr weiterzuentwickeln und jungen Menschen besondere Kultur- und Begegnungsräume zu eröffnen.

Vom kleinen Format zum stadtweiten Festival

Der Rückblick zeigt die schnelle Entwicklung des Projekts. 2023 besuchten rund 7.000 Menschen die Veranstaltungen. 2024 waren es bereits mehr als 40.000, im Jahr 2025 dann über 54.000. Parallel dazu wuchs auch die digitale Reichweite deutlich. Das Festival zählt inzwischen mehr als 13.500 Follower auf Instagram, erzielte über 8,1 Millionen Impressionen und verzeichnete mehr als 30.000 Interaktionen mit Inhalten. Auch das Sponsoring legte stark zu und stieg von 22.500 Euro im Jahr 2024 auf 63.000 Euro im Jahr 2025 sowie auf 92.300 Euro im Jahr 2026. Aus Sicht der Veranstalter ist das ein klares Zeichen für die wachsende Relevanz und Wahrnehmung des Festivals.

Kultureller und wirtschaftlicher Nutzen

Eine 2025 von der Stadt Salzburg beauftragte Wertschöpfungsstudie zeigt laut den vorliegenden Angaben, dass große Kulturveranstaltungen nicht nur gesellschaftlich, sondern auch wirtschaftlich Wirkung entfalten. Untersucht wurden das Stadtfest, die Residenzplatzkonzerte und „Live in Salzburg“. Gemeinsam sorgten diese Veranstaltungen für zusätzliche Umsätze von knapp elf Millionen Euro, eine Gesamtwertschöpfung von 7,6 Millionen Euro, 96 gesicherte Jahresarbeitsplätze sowie 4,1 Millionen Euro an Steuern und Abgaben. Jeder von der Stadt investierte Euro brachte demnach 6,6 Euro an Wertschöpfung zurück. Für „Live in Salzburg“ allein weist die Studie für 2025 eine Wertschöpfung von 420.000 Euro bei einem Budget von 360.600 Euro aus. Daraus ergibt sich ein Verhältnis von 1,4 Euro Wertschöpfung pro investiertem Euro. Das Publikum war dabei vor allem lokal und regional geprägt.

Wofür das Festival steht

„Live in Salzburg“ ist bewusst als niedrigschwelliges und inklusives Angebot konzipiert. Alle Veranstaltungen sind kostenlos zugänglich. Im Fokus stehen Barrierefreiheit, Inklusion, durchdachte Awareness- und Sicherheitskonzepte sowie kulturelle Vielfalt. Ein besonderes Anliegen ist die stärkere Sichtbarkeit von Frauen in der Musik- und Kulturszene. Der Anteil von Frauen im Line-up wurde seit 2023 kontinuierlich ausgebaut und liegt 2026 bei 59 Prozent.

Auch die Nachwuchsförderung spielt eine wichtige Rolle. Rund 90 Prozent der bisherigen Acts stammen aus Salzburg oder der Region. Damit erhalten regionale Künstlerinnen und Künstler eine professionelle Bühne und die Chance, sich einem größeren Publikum zu präsentieren.

Das Programm 2026

Die Ausgabe 2026 ist die bislang umfangreichste. Geplant sind vier Konzerttage im Volksgarten, sechs DJ-Events und DJ-Pop-Ups, fünf Action Days, rund 30 bis 35 kostenlose Workshop-Tage sowie sechs Sommerkino-Abende. Der Eintritt ist bei allen Formaten frei.

Die Konzerttage im Volksgarten finden vom 27. bis 30. August 2026 statt. Das musikalische Spektrum reicht von Indie, Alternative und Hip-Hop bis zu elektronischer Musik, Austro-Pop, Soul und Singer-Songwriter-Formaten. Am 27. August sind unter anderem Klangkarussell und ein DJ-Contest-Act geplant. Am 28. August stehen Anna Buchegger, George Nussbaumer sowie ein Bandcontest-Act auf dem Programm. Für den 29. August sind Majan, Ella Stern und weitere Acts angekündigt. Den Abschluss am 30. August bilden unter anderem Cari Cari, Lylit, Bernhard Fibich und ein weiterer Bandcontest-Act.

Zusätzlich werden die elektronischen Formate weiter ausgebaut. Vorgesehen sind drei große DJ-Events und drei DJ-Pop-Ups an besonderen Orten in der Stadt. Damit sollen neue Zielgruppen angesprochen und urbane Kulturformen stärker eingebunden werden. Bereits fest stehen unter anderem ein Opening mit Bitschi Batschu aus Wien, ein Closing mit Slashy Disco aus Salzburg sowie Formate wie Balkan Beats und Latino Night oder ein HipHop BBQ mit Tanz- und Graffiti-Workshops.

Die Action Days werden 2026 an mehreren Standorten erweitert. Gemeinsam mit dem Kooperationspartner Streusalz entstehen zeitweise Erlebnis- und Bewegungsräume für Kinder und Jugendliche. Neben Sportstationen und Kreativangeboten sind auch Spiel-, Bewegungs- und Mitmachprogramme sowie niedrigschwellige Workshops vorgesehen. Ergänzend dazu werden im Laufe des Sommers rund 30 bis 35 kostenfreie Workshop-Tage angeboten, darunter Sport-, Tanz-, Musik-, Kreativ- und Graffiti-Workshops.

Auch das kostenlose Sommerkino wird fortgeführt und findet 2026 erneut an zwei Standorten statt: im Volksgarten und im Glanspitz Park. Das Filmprogramm setzt Schwerpunkte bei gesellschaftlich relevanten Themen, kultureller Vielfalt und Inklusion. Gezeigt werden unter anderem „Ein Tag ohne Frauen“, „Sorda – Der Klang der Welt“, „Vier Mütter für Edward“, „Austroschwarz“, „Happy“ und „Noch lange keine Lippizaner“.

Contests als Teil der Nachwuchsförderung

Auch 2026 werden wieder ein Bandcontest und ein DJ-Contest veranstaltet. Junge Künstlerinnen, Künstler und DJs aus Salzburg erhalten dadurch die Möglichkeit, sich einem größeren Publikum zu präsentieren und auf den Festivalbühnen aufzutreten. Die Resonanz auf diese Wettbewerbe ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Beim Bandcontest kletterte die Zahl der Anmeldungen von 16 im Jahr 2023 auf 82 im Jahr 2024 und auf 235 im Jahr 2025. Beim DJ-Contest wurden 2025 bereits 63 Anmeldungen gezählt. Anmeldungen für 2026 sollen ab Anfang Juni über die Website möglich sein. Bis Mitte Juli entscheidet zusätzlich ein öffentliches Online-Voting über die Gewinnerinnen und Gewinner.

Zahlen, Entwicklung und Budget

Auch die weiteren Kennzahlen unterstreichen das Wachstum des Festivals. Die Besucherzahlen stiegen von über 7.000 im Jahr 2023 auf mehr als 40.000 im Jahr 2024 und anschließend auf über 54.000 im Jahr 2025. Die Instagram-Reichweite entwickelte sich ebenfalls stark und wuchs von 6.500 Followern im Jahr 2024 auf 13.400 im Jahr 2025. Gleichzeitig nahm der Frauenanteil im Line-up von 40 Prozent im Jahr 2023 auf 59 Prozent im Jahr 2026 zu. Der Salzburg-Bezug im Programm lag 2023 noch bei 92 Prozent und beträgt 2026 57 Prozent.

Für 2026 werden Gesamtausgaben von 343.695,81 Euro angegeben. Dem stehen Gesamteinnahmen von 353.550 Euro gegenüber. Den größten Anteil trägt die Stadt Salzburg mit 250.000 Euro, ergänzt durch Sponsoring-Einnahmen von 92.300 Euro und Gastronomieerlöse von rund 11.250 Euro. Damit schließt das Festival laut den Angaben mit einem positiven Ergebnis von 9.584,19 Euro ab.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Salzburg/Veröffentlicht am 20.05.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.

Artikel teilen