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Wien startet mit großem ESC-Programm in die Countdown-Phase

Eurovision Song Contest 2026 in Wien
©Игорь Головнёв/stock.adobe.com

40 Tage vor dem Finale des Eurovision Song Contest 2026 startet Wien offiziell in die heiße Phase der Vorbereitungen. In knapp fünf Wochen wird die österreichische Hauptstadt bereits zum dritten Mal Austragungsort des internationalen Musikwettbewerbs. Während die Wiener Stadthalle die beiden Halbfinale und das Finale beherbergt, wird der Rathausplatz zum zentralen Treffpunkt für Fans aus Wien, Österreich und ganz Europa.

Stadt Wien und ORF stellten dazu ein umfangreiches Programm vor, das nach ihren Angaben das bislang größte Side-Event-Angebot in der Geschichte des Song Contests bilden soll. Ziel sei es, den ESC nicht nur für Ticketinhaber in der Stadthalle, sondern für möglichst viele Menschen in der ganzen Stadt und im ganzen Land erlebbar zu machen.

Von Seiten der Stadt wurde betont, Wien werde über mehr als eine Woche hinweg zum internationalen Zentrum der Musikunterhaltung. Die Bundeshauptstadt wolle dabei an die Maßstäbe anknüpfen, die bereits 2015 gesetzt worden seien. Besonders wichtig sei, dass das Event unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten für Wienerinnen, Wiener und Gäste zu einem besonderen Erlebnis werde. Deshalb sei ein breites Rahmenprogramm für unterschiedliche Altersgruppen und Interessen geplant worden, darunter auch zahlreiche kostenlose Angebote. Wien verstehe sich in diesem Zusammenhang nicht nur als Host City, sondern auch als Stadt des Friedens, des Zusammenhalts und des Miteinanders.

Auch der ESC-Koordinator der Stadt Wien hob hervor, dass ein Eurovision Song Contest nicht allein aus dem Veranstalter und dem ausstrahlenden Sender bestehe, sondern ebenso von einer leistungsfähigen Gastgeberstadt abhänge. Wien wolle 2026 an die Erfahrungen von 2015 anschließen und das Stadterlebnis gezielt weiterentwickeln. Mit Vienna OffStage werde die gesamte Stadt zur Bühne, mit der Vienna Experience Bag sei die größte Fan-Aktivierung in der Geschichte des ESC geplant. Ergänzt werde das Angebot durch die App ivie, Welcome Desks und ein eigens kuratiertes Erlebnisprogramm.

Der ORF erklärte, dass ihm ein vielfältiges Angebot in Wien und ganz Österreich besonders wichtig sei. Der Song Contest solle für alle Menschen zugänglich werden, nicht nur über die Bildschirme, sondern auch direkt vor Ort an unterschiedlichen Schauplätzen. Das multimediale Zentrum der Berichterstattung wird das neue ORF-Glasstudio am Rathausplatz sein. Von dort aus sind mehr als 100 Stunden Liveprogramm vorgesehen. Die finale ESC-Woche soll damit auch zum öffentlich sichtbaren Wohnzimmer für ganz Österreich werden. Erstmals will sich der ORF mit all seinen nationalen TV- und Radiosendern von einem gemeinsamen Standort aus melden.

Auch die Produktionsverantwortlichen unterstrichen, dass sich die ESC-Stimmung nicht nur auf die Stadthalle beschränken solle. Vom Eurovision Village über den EuroClub und das Eurofan House bis hin zu Kinderangeboten, Marktformaten und Public Viewings im ganzen Land sei ein breit gefächertes Programm geplant, das möglichst viele Menschen in Österreich und darüber hinaus erreichen solle.

Im Mittelpunkt der öffentlichen Fan-Erlebnisse steht das Eurovision Village am Rathausplatz. Es öffnet von 10. bis 17. Mai 2026 bei freiem Eintritt und bietet Platz für bis zu 15.000 Besucherinnen und Besucher. Täglich zwischen 14 Uhr und Mitternacht beziehungsweise bis zum Ende der Live-Shows wird dort ein Bühnenprogramm mit Konzerten, internationalen ESC-DJs und interaktiven Formaten geboten. An Christi Himmelfahrt beginnt das Programm bereits am Vormittag mit einem ESC-Frühschoppen. Auch am Sonntag nach dem Finale bleibt das Village noch einmal geöffnet. Im Zentrum stehen neben Live-Auftritten ehemaliger und aktueller ESC-Acts vor allem die Public Viewings der beiden Halbfinale und des Finales, die am 12., 14. und 16. Mai aus der Stadthalle übertragen werden. Dafür sind am Rathausplatz insgesamt 15 Screens vorgesehen. Zu diesen Anlässen sollen auch Teile des Rings gesperrt werden, damit bis zu 30.000 Fans die Shows gemeinsam verfolgen können.

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Darüber hinaus wird es im Village ein breites gastronomisches Angebot mit Wiener und internationaler Küche geben. Ergänzt wird das Programm durch zahlreiche Mitmachstationen. Beim Photo Point können Fans selbst in die Rolle von ESC-Stars schlüpfen und Bilder vor einer offiziellen Fotowand aufnehmen lassen. Eine Karaoke-Box mit KI-Unterstützung setzt Gesichter und Stimmen digital in bekannte ESC-Auftritte ein. Zusätzlich lädt ein ESC-Quiz dazu ein, spielerisch in die Geschichte des Wettbewerbs einzutauchen. Das vollständige Programm ist online sowie über die App ivie abrufbar.

Am 10. Mai beginnt die ESC-Woche offiziell mit der Opening Ceremony und dem Turquoise Carpet. Dabei ziehen alle 35 Delegationen gemeinsam vom Burgtheater zum Rathaus. Musikalisch eröffnet wird die Zeremonie vom ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Christian Kolonovits. Auf dem Rathausplatz empfängt anschließend die Woodstock Allstar Band jede Delegation mit einem musikalischen Motiv aus dem jeweiligen Herkunftsland. Den Abschluss bildet der Siegertitel Wasted Love, begleitet vom RSO Wien. Der gesamte Einzug wird ab 17 Uhr live in ORF1 übertragen. Bis zu 10.000 Fans sollen die Delegationen dabei aus nächster Nähe erleben können. Danach folgt im Rathaus der offizielle Empfang für alle Delegationen.

Der ORF begleitet das Ereignis nicht nur mit Livesendungen im Fernsehen, sondern auch umfassend im Radio und online. In ORF1 startet die Song-Contest-Woche am 10. Mai mit der Übertragung der Opening Ceremony. Von Montag bis Samstag führt Fanny Stapf durch das tägliche Magazin Vienna 2026 – Das Song Contest Magazin. An den Tagen der Halbfinale werden zusätzlich Sendungen zu den Songs ausgestrahlt. Auch ein tägliches ZIB Magazin Song Contest direkt aus der Stadthalle ist vorgesehen. Parallel dazu senden Ö3, Ö1, FM4, Radio Wien und Radio Niederösterreich eigene Liveformate vom Rathausplatz. Die Website songcontest.ORF.at wird dabei zum digitalen Zentrum der Berichterstattung mit Vorberichten, Künstlerporträts, Serviceinhalten und Live-Tickern während der Shows.

Ein weiterer wichtiger Treffpunkt der ESC-Woche ist der EuroClub im PraterDOME. Von 11. bis 16. Mai 2026 treffen dort Fans, Künstlerinnen und Künstler, Delegationen sowie internationale Gäste aufeinander. Geplant sind sechs Abende mit Live-Acts, DJs und Showformaten. Zusätzlich wird das klassische Nachtprogramm um zwei Angebote erweitert: eine Golden Years Party für ein älteres ESC-affines Publikum am 15. Mai sowie eine große Kids Disco am 16. Mai für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren.

Parallel dazu wird das Wien Museum von 11. bis 16. Mai zum offiziellen Eurofan House. Dort sollen Interviews, Panels, Vorträge und Fanclub-Aktivitäten stattfinden. Der Eintritt ist frei, geöffnet ist von Montag bis Samstag jeweils von 10 bis 19 Uhr.

Auch abseits der großen Hauptorte soll der ESC in ganz Wien spürbar werden. So lädt der neue Marktraum am Naschmarkt am 13. Mai zum Eurovision Markt Contest mit Spezialitäten aus teilnehmenden Ländern und Live-Musik. In Zusammenarbeit mit den Häusern zum Leben organisiert der ORF außerdem ein Sing Along mit Monika Ballwein in mehreren Senioreneinrichtungen. Auf der Donau finden vom 9. bis 17. Mai Disco Cruises mit internationalen DJs statt. Zudem gibt es Spaziergänge, Touren und eine Silent Gehsteig-Disco, die sich mit Stadt, Musik und ESC-Geschichte beschäftigen.

Ein besonderes mobiles Projekt bildet die als WL x ESC Bim gestaltete Linie 49. Die Straßenbahn wird als rollende Bühne zwischen Volkstheater und Stadthalle unterwegs sein und an ausgewählten Tagen auch Mitmachformate wie Sing Alongs und Jam Sessions anbieten. Für Familien gibt es am 7. Mai außerdem eine ESC-Kinderdisco im Club The Loft mit Musik, Airbrush-Tattoos und Fotobox.

Unternehmen, Gastronomiebetriebe sowie Einkaufsstraßen können sich im Rahmen des Programms Friends of Eurovision beteiligen und ihre Standorte passend zum Event gestalten. Gleichzeitig möchte der ORF gemeinsam mit dem Fonds Soziales Wien den sozialen Zugang zum ESC stärken: 500 kostenlose Tickets für eine Afternoon-Preview-Show werden an Sozialvereine weitergegeben, damit auch Menschen in schwierigen Lebenslagen teilnehmen können.

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Wer die Shows nicht in der Stadthalle sieht, soll an zahlreichen anderen Orten mitfiebern können. In Wien sind bislang 29 Public Viewings registriert. Weitere Standorte können noch bis 17. April angemeldet werden. Eine laufend aktualisierte Übersicht wird online bereitgestellt.

Mit Vienna OffStage plant der WienTourismus von 4. bis 15. Mai 2026 das größte Side-Event-Programm in der Geschichte des ESC. Insgesamt umfasst es 78 kuratierte Erlebnisse und 33 beteiligte Institutionen bei freiem Eintritt. Das Programm richtet sich besonders an akkreditierte Medien und Delegationen und soll Wien als facettenreiche Kultur- und Erlebnisstadt sichtbar machen. Vorgesehen sind unter anderem Eurovision-Zumba, Yoga, Schnitzel-Workshops, exklusive Kulturzugänge und weitere Angebote mit starkem Wien-Bezug.

Bereits bei der Ankunft sollen Besucherinnen und Besucher durch 10.000 limitierte Vienna Experience Bags auf den ESC eingestimmt werden. Diese enthalten ein Booklet mit 35 Vorteilsangeboten, eine spezielle Vienna City Card in einer Discounts-Only-Version sowie exklusives Merchandise. Der Großteil geht an Ticketbesitzerinnen und -besitzer, ein weiterer Teil an Volunteers. Ergänzend wird die App ivie ab Anfang April zum zentralen digitalen ESC-Guide. Ab 20. April startet zusätzlich eine digitale Challenge mit Gewinnmöglichkeiten, darunter Fan-Packages und ein Wien-Wochenende für zwei Personen.

Für persönliche Betreuung sorgen vom 2. bis 17. Mai sechs ESC-Welcome-Desks, darunter Standorte am Albertinaplatz, am Flughafen, am Hauptbahnhof, in der Stadthalle und im Eurofan House. Hinzu kommt eine eigene mehrsprachige Landing Page für internationale Gäste.

Auch das Stadtbild wird deutlich im Zeichen des ESC stehen. Brücken am Donaukanal werden in den ESC-Farben beleuchtet, öffentliche Elemente wie Schaltkästen, Fahrradständer und Trinkbrunnen werden entsprechend gestaltet. Der Copa-Steg auf der Donauinsel erhält Banner mit den Flaggen der Teilnehmerländer. Ein weiteres markantes Projekt ist der ehemalige APA-Tower, der nach jahrelangem Leerstand im Rahmen einer Initiative von Stadt Wien, BUWOG und Calle Libre durch ein großflächiges Mural neu belebt wird. Das Werk des spanischen Künstlers Okuda San Miguel trägt den Titel In Equality und soll mit seinen Motiven für Vielfalt, Toleranz und Offenheit stehen.

Musik wird außerdem direkt in den Alltag der Wienerinnen und Wiener getragen. Die U-Bahn-Stars, die seit Jahren an ausgewählten Stationen auftreten, stehen im Mai ganz unter dem Motto 70 Jahre ESC. Während des Song Contests werden zusätzliche Stationen zu temporären Bühnen für nationale und internationale Acts. Auch die MA 48 beteiligt sich mit speziell gestalteten Sprüchen auf Mistkübeln, Fahrzeugen und T-Shirts an der ESC-Stimmung.

Die Wiener Linien wollen das Gesamtbild mit Service und Eventinszenierung ergänzen. Internationale Gäste sollen durch englischsprachige Informationen, zusätzliche Durchsagen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten und Begrüßungen in fünf Sprachen besser orientiert werden. Außerdem werden die Intervalle der U-Bahnen verdichtet und einzelne Straßenbahnlinien im Bereich der Stadthalle bei Bedarf verlängert. Die U2 wird dabei zur zentralen Song-Contest-Linie, die wichtige Hotspots wie Rathaus, Praterstern und Karlsplatz verbindet.

Der Eurovision Song Contest 2026 steht zudem unter einem klaren Nachhaltigkeitsanspruch. ORF und Stadt Wien erstellen gemeinsam einen Bericht zu ausgewählten Nachhaltigkeitsaspekten des Events, einschließlich der Berechnung von Treibhausgasemissionen. Das Hauptevent in der Stadthalle soll nach den Kriterien Green Event und Green Producing zertifiziert werden. Die von Stadt Wien Marketing organisierten Veranstaltungsorte, darunter das Village am Rathausplatz, werden als ÖkoEvent umgesetzt. Der gemeinsame Nachhaltigkeitsbericht soll voraussichtlich im Spätsommer veröffentlicht werden.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Wien/Veröffentlicht am 07.04.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.

Verfasst von Nima