Ab 1. Oktober 2026 gelten in Österreich neue Regeln für sogenannte E-Mopeds. Die Fahrzeuge dürfen künftig nicht mehr auf Radwegen fahren und unterliegen stattdessen den kraftfahrrechtlichen Vorschriften. In Wien wollen Polizei und Stadt die Einhaltung der neuen Vorgaben mit Schwerpunktkontrollen überprüfen.
Für betroffene Fahrzeuge sind künftig eine Zulassung und ein Kennzeichen erforderlich. Außerdem müssen eine Kfz-Haftpflichtversicherung sowie die regelmäßige technische Begutachtung, das sogenannte Pickerl, vorhanden sein. Fahrerinnen und Fahrer benötigen einen entsprechenden Führerschein und müssen einen Helm tragen.
Wien kündigt strenge Kontrollen an
Wiens Mobilitätsstadträtin Ulli Sima begrüßt die Neuregelung. Die Stadt habe sich bereits länger dafür eingesetzt, E-Mopeds von den Radwegen zu verbannen. Aufgrund ihrer Geschwindigkeit und ihres vergleichsweise hohen Gewichts könnten die Fahrzeuge aus ihrer Sicht eine Gefahr für Radfahrende und Fußgänger darstellen. Gleichzeitig verwies Sima darauf, dass Wien in den vergangenen Jahren mehr als 100 Kilometer neue Infrastruktur im Hauptradwegenetz geschaffen habe und 2026 weitere 12,5 Kilometer hinzukämen.
Die Wiener Polizei und die Gruppe Sofortmaßnahmen der Stadt wollen gezielt kontrollieren, ob die neuen Vorschriften eingehalten werden. Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl kündigte an, dass die Polizei bei fehlenden gesetzlichen Voraussetzungen die Weiterfahrt untersagen und Anzeige erstatten werde. Auch Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen, erklärte, Radwege sollten nicht als Ausweichstrecken für Fahrzeuge genutzt werden, die für den Straßenverkehr vorgesehen seien.
Wie hoch eine mögliche Strafe ausfällt, hängt vom jeweiligen Verstoß und den Umständen des Einzelfalls ab.
Messungen zeigen hohe Geschwindigkeiten
Als Begründung für die strengeren Vorgaben verweist die Stadt unter anderem auf Messungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit. Demnach waren knapp zwei Drittel der untersuchten E-Mopeds deutlich schneller als die bislang erlaubten 25 Kilometer pro Stunde unterwegs.
Verkehrsexperten der Technischen Universität Wien sehen zudem im Gewicht und in der Fahrdynamik der Fahrzeuge ein Sicherheitsproblem. Ein durchschnittliches E-Moped ohne Kennzeichen wiegt demnach leer etwa 70 bis 80 Kilogramm. Zum Vergleich bringt ein klassisches Mofa mit Verbrennungsmotor, das auf der Straße fahren muss, rund 46 Kilogramm auf die Waage. Hinzu kommen bei E-Mopeds das Gewicht der fahrenden Person und häufig zusätzliche Ladung.
Harald Frey von der Technischen Universität Wien weist darauf hin, dass das hohe Gewicht in Kombination mit höheren Geschwindigkeiten zu einem erhöhten Gefährdungspotenzial auf Radwegen führen könne. Die neue Regelung solle dazu beitragen, Rad- sowie Geh- und Radwege weiterhin als sichere Verkehrsflächen für Radfahrende und Fußgänger zu erhalten.
Auch der Österreichische Städtebund begrüßt die neuen Vorschriften. Nach Angaben der Stadt Wien sieht er darin die Umsetzung langjähriger Forderungen nach strengeren Regeln für E-Mopeds auf Radwegen.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Wien/Veröffentlicht am 28.09.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.