Wer mit dem Auto in Österreich oder der Schweiz unterwegs ist oder eines der Länder durchquert, sollte die geltenden Vignettenregelungen im Blick behalten. Die Jahresvignetten 2025 für beide Länder behalten ihre Gültigkeit nur noch bis einschließlich Samstag, den 31. Januar 2026. Das betrifft ebenfalls die digitalen Jahresvignetten für Österreich. Ab dem 1. Februar 2026 werden ausschließlich die neuen Vignetten für das Jahr 2026 akzeptiert.
Abweichend davon ist die Regelung in Slowenien: Dort gilt eine Jahresvignette immer für zwölf Monate ab dem individuell gewählten Startdatum, etwa vom 1. Mai 2025 bis einschließlich 1. Mai 2026. Slowenische Vignetten sind ausschließlich digital erhältlich. Kurzfristig verfügbar sind außerdem die 1-Tages- und 10-Tages-Vignetten sowie Tickets für die österreichische Streckenmaut, etwa für Tunnel oder Alpenpässe, die online mit sofortiger Gültigkeit erworben werden können.
Fahrten ohne gültige Vignette können teuer werden. In Slowenien können Bußgelder bis zu 600 Euro erreichen. In Österreich beginnen die Strafen für Mautverstöße bei 200 Euro; bei Manipulationen an der Vignette verdoppelt sich dieser Betrag. In der Schweiz wird zusätzlich zum Kaufpreis der Vignette eine Geldbuße von 200 Franken erhoben.
Für 2026 wurden die Preise der österreichischen Vignetten angehoben. Die Jahresvignette für Pkw kostet nun 106,80 Euro, die Zweimonatsvignette 32,10 Euro. Für zehn Tage werden 12,80 Euro fällig, die Tagesvignette liegt bei 9,60 Euro.
Die Schweizer Jahresvignette kostet beim Erwerb in Deutschland 44 Euro, innerhalb der Schweiz weiterhin 40 Franken. In Slowenien beträgt der Preis für die Pkw-Jahresvignette 117,50 Euro, für einen Monat 32 Euro und für sieben Tage 16 Euro.
Beim Online-Kauf ist Vorsicht geboten: Unseriöse Anbieter verlangen teils mehr als das Doppelte der offiziellen Preise.
Erhöhte Streckenmaut 2026 in Österreich
Für zahlreiche Alpenrouten ist zusätzlich zur Vignette eine Streckenmaut zu entrichten. Für das Jahr 2026 wurden viele dieser Tarife angepasst. Die wichtigsten Übergänge kosten nun:
-
A 9 Gleinalm: 12 Euro (zuvor 11,50 Euro)
-
A 9 Bosruck: 7 Euro (unverändert)
-
A 10 Tauern/Katschberg: 15 Euro (zuvor 14,50 Euro)
-
A 13 Brenner: 12,50 Euro (zuvor 12 Euro)
-
S 16 Arlberg: 13 Euro (zuvor 12,50 Euro)
-
A 11 Karawanken: 9 Euro (zuvor 8,80 Euro)
Weiterführende Informationen zu digitalen Vignetten, Sondermauten und möglichen Sanktionen sind gesondert abrufbar.
Angebot und Kaufmöglichkeiten
Vignetten sind sowohl als Klebe- als auch als digitale Version in allen ADAC Geschäftsstellen erhältlich. Zusätzlich können österreichische Streckenmaut-Tickets, Kurzzeitvignetten für Österreich, die digitale Schweizer Vignette sowie die slowenische Autobahngebühr auch kurzfristig online erworben werden. Die Gültigkeit beginnt entweder sofort nach dem Kauf oder zu einem vorab gewählten Termin. Informationen zur gemeinsamen Buchung und Bezahlung mehrerer Mautprodukte in einem einzigen Bestellvorgang stehen gesammelt zur Verfügung.
Für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen erleichtert die ADAC Mautbox die automatische Abrechnung der Maut in mehreren europäischen Ländern, darunter Italien (ohne Sizilien), Frankreich, Spanien, Portugal und Kroatien (ohne Istrien).
Wohnmobile mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen können mit der Camper Mautbox von ADAC und DKV ihre Mautkosten in insgesamt zehn europäischen Ländern gebündelt abrechnen.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von ADAC SE/Veröffentlicht am 28.01.2026
