Mit dem Beginn der Sommerferien steigt auch das Verkehrsaufkommen auf den Routen in Richtung Süden. Wer mit dem Auto in beliebte Urlaubsländer wie Italien, Frankreich oder Kroatien reist, muss auf vielen Autobahnen streckenabhängige Gebühren einplanen. In klassischen Transitländern wie Österreich, der Schweiz und Slowenien ist dagegen eine Vignette vorgeschrieben. Darauf weist der ADAC hin und warnt zugleich vor typischen Fehlern, die schnell teuer werden können.
Ohne gültige Vignette wird es in Österreich teuer
Besonders in Österreich kommt es laut ADAC immer wieder vor, dass Autofahrerinnen und Autofahrer ohne gültige Vignette unterwegs sind. Vor allem bei der Klebevignette, die nur noch im Jahr 2026 erhältlich ist, registriert die Mautaufsicht regelmäßig kuriose Erklärungen. Zu den häufigsten Ausreden aus dem Jahr 2025 zählten etwa Unkenntnis über die Kaufmöglichkeiten, der Hinweis auf das Navigationsgerät, fehlendes Wissen über die Vignettenpflicht oder sogar die Behauptung, ein Hund habe die Vignette gefressen. Auch solche Erklärungen schützen jedoch nicht vor der sogenannten Ersatzmaut. Für mehrspurige Fahrzeuge werden 200 Euro fällig, für einspurige 120 Euro. Wer diese Summe nicht bezahlt, muss mit einem Verfahren der Bezirksverwaltungsbehörde rechnen. Dann kann die Strafe auf bis zu 3.000 Euro steigen.
Ab 2027 wird es in Österreich keine Klebevignette mehr geben. Das bisher vertraute Pickerl wird damit abgeschafft. Der ADAC empfiehlt deshalb, möglichst schon jetzt auf die digitale Vignette umzusteigen, die online gekauft werden kann und über die automatische Kennzeichenerfassung funktioniert. Sie ist sofort gültig.
Auf manchen Strecken reicht die Vignette allein nicht aus
Neben der allgemeinen Autobahn-Vignette fällt in Österreich auf einigen Strecken zusätzlich eine Sondermaut an. Das gilt etwa für die Brenner-, Tauern- und Pyhrn-Autobahn sowie für den Arlbergtunnel und den Karawankentunnel in Richtung Süden. Dafür sind digitale Streckenmaut-Tickets erhältlich, mit denen Mautstellen ohne Anhalten passiert werden können. Besonders komfortabel ist nach Angaben des ADAC die sogenannte Streckenmaut FLEX. Dabei wird jede Durchfahrt automatisch erkannt und abgerechnet. So lässt sich auch das Risiko zusätzlicher Forderungen vermeiden, insbesondere an den immer häufiger eingesetzten schrankenlosen Durchfahrtsspuren. Abgerechnet wird nur die tatsächlich gefahrene Strecke.
Wichtig ist außerdem ein besonderer Hinweis für Ende Mai: Am 30. Mai 2026 kann die Brennerautobahn auf österreichischer Seite wegen einer behördlich genehmigten Kundgebung nicht befahren werden. Für diesen Tag sollte daher kein Streckenmaut-Ticket gekauft und die Route entsprechend angepasst werden.
Mautbox als Alternative für häufige Fahrten
Für Menschen, die regelmäßig oder im Urlaub nach Italien, Frankreich oder Kroatien fahren, bietet der ADAC eine Mautbox als Alternative zur einzelnen Bezahlung mit Bargeld oder Karte an. Das kleine Gerät wird auf speziellen Fahrspuren mit T-Symbol erkannt, woraufhin sich die Schranke automatisch öffnet. Die Abrechnung erfolgt später monatlich über die gewählte Zahlungsart. Für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen ist die Mautbox je nach Variante auch für Italien, Frankreich, Spanien, Portugal und Kroatien nutzbar. Für Wohnmobile mit einem höheren Gesamtgewicht gibt es eine eigene Camper-Mautbox, über die sich Straßengebühren in mehr als zehn europäischen Ländern abrechnen lassen.
Vorsicht bei Online-Käufen
Der ADAC rät dazu, Vignetten möglichst schon vor Reisebeginn zu besorgen. Gleichzeitig wird vor unseriösen Online-Anbietern gewarnt. Manche verlangen hohe Zusatzgebühren und liegen damit deutlich über den offiziellen Preisen. Hinzu kommen gefälschte Buchungsseiten, die echten Shops täuschend ähnlich sehen und Zahlungsdaten abgreifen können. Dadurch drohen Betroffenen teils erhebliche finanzielle Schäden.
Wo Vignetten und Mautprodukte erhältlich sind
Digitale und klassische Vignetten sind in den ADAC Geschäftsstellen erhältlich. Kurzfristig können über das ADAC Mautportal außerdem österreichische Streckenmaut-Tickets, Ein- und Zehn-Tages-Vignetten, die E-Vignette für die Schweiz sowie die Autobahngebühr für Slowenien gekauft werden. Sowohl in den Geschäftsstellen als auch online sind diese Produkte direkt nach dem Kauf oder zum gewünschten Termin gültig. Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen können die Maut in mehreren Ländern auch über die ADAC Mautbox abwickeln. Für schwerere Wohnmobile steht die Camper-Mautbox von ADAC und DKV zur Verfügung.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von ADAC SE/Veröffentlicht am 20.05.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.