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Lawinenwarnstufe 4: Erhöhte Gefahr in Teilen Tirols

Lawinengefahr
©Denis Radermecker/stock.adobe.com

Ab Sonntag gilt in mehreren Tiroler Regionen eine deutlich erhöhte Lawinengefahr. Für die Gebiete Silvretta, Verwall, Lechtaler Alpen sowie die Allgäuer Alpen hat der Lawinenwarndienst des Landes Tirol die Warnstufe 4 (große Lawinengefahr) ausgegeben. Ursache sind intensive Schneefälle in Verbindung mit starkem Wind, die sich auf eine ungünstig aufgebaute Altschneedecke legen.

Bis Sonntagmittag werden in den betroffenen Regionen Neuschneemengen von bis zu 50 Zentimetern erwartet. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit spontaner Lawinenabgänge erheblich. Besonders im freien Gelände besteht eine akute Gefahr, da Lawinen teils ohne zusätzliche Belastung abgehen können.

In weiteren Teilen Nordtirols, ebenso in den Zillertaler Alpen und den Hohen Tauern, bleibt die Situation angespannt. Dort gilt weiterhin Lawinenwarnstufe 3, was einer erheblichen Gefahr entspricht.

Seitens des Landes Tirol wird dringend zu größter Vorsicht geraten. Sicherheitslandesrätin Astrid Mair macht deutlich, dass trotz der Freude über den lang ersehnten Neuschnee die Sicherheit oberste Priorität habe. Wintersportlerinnen und Wintersportler sollten abseits gesicherter Pisten äußerst zurückhaltend agieren und die aktuelle Gefahrenlage ernst nehmen, um sich selbst und andere nicht zu gefährden.

Auch der Lawinenwarndienst weist darauf hin, dass die Schneedecke durch die vorausgegangene Kälteperiode geschwächt sei. Der zusätzliche Neuschnee und der Wind verschärften die Situation weiter, wodurch Lawinen leichter ausgelöst werden könnten. Für die kommenden Tage werde daher ausdrücklich empfohlen, Aktivitäten im ungesicherten Gelände auf ein Minimum zu reduzieren.

Der Euregio-Lawinenreport steht täglich ab 17 Uhr für den jeweils folgenden Tag unter www.lawinen.report zur Verfügung.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Land Tirol/Veröffentlicht am 10.01.2026

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Verfasst von Nima