Das Land Tirol unterstützt mit dem Programm „Leuchtturmprojekte im Bereich Digitalisierung“ Unternehmen und Institutionen, die durch innovative digitale Ansätze neue Maßstäbe setzen. Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft gestärkt und die Innovationskraft langfristig gesichert werden. Auf Initiative von Wirtschafts- und Digitalisierungslandesrat Mario Gerber erhalten nun zwei weitere Projekte eine Förderung. Insgesamt stellt das Land dafür knapp 300.000 Euro zur Verfügung, wodurch ein Gesamtprojektvolumen von über 516.000 Euro entsteht.
Gerber hob hervor, dass die Digitalisierung für Tirols Betriebe entscheidend sei, um neue Chancen zu nutzen, Wertschöpfung zu sichern und Arbeitsplätze zukunftsfähig zu gestalten. Er betonte, Tirol solle nicht nur mit dem technologischen Wandel Schritt halten, sondern eine aktive Vorreiterrolle einnehmen. Die geförderten Projekte würden als Beispiele dienen, wie digitale Innovationen einen konkreten Nutzen für Wirtschaft, Beschäftigte und Gesellschaft schaffen können.
Digitalisierung historischer Bauakten
Ein Leuchtturmprojekt der Stadtgemeinde Hall in Tirol sowie der Gemeinden Zirl, Wattens, Tulfes, Thaur und Gnadenwald widmet sich der digitalen Sicherung von Bauakten. Seit 1900 besteht in Tirol eine Bewilligungspflicht für Bauvorhaben, wodurch sich in den Gemeindearchiven umfangreiche Unterlagen angesammelt haben – viele davon über ein Jahrhundert alt. Diese Dokumente bilden bis heute den rechtlichen Nachweis der Bauwerke, sind jedoch aufgrund ihres Alters und fehlender Erhaltungsmaßnahmen zunehmend gefährdet. Das Digitalisierungsprojekt, das gemeinsam mit Digital Innovations Solution und der Kufgem GmbH umgesetzt wird, soll die historischen Bauakten langfristig sichern und als Modellprojekt auf alle 277 Tiroler Gemeinden übertragbar sein.
Künstliche Intelligenz im Alpenzoo Innsbruck
Auch der Alpenzoo Innsbruck erhält Unterstützung für ein zukunftsorientiertes Digitalisierungsprojekt. Geplant ist die Installation von Livestreams aus verschiedenen Tiergehegen, die über die Website und soziale Medien abrufbar sein werden. So können Interessierte Tiere in Echtzeit und über längere Zeiträume hinweg beobachten – auch außerhalb der Öffnungszeiten. Zusätzlich wird der Alpenzoo ein KI-gestütztes digitales Bildarchiv aufbauen. Das System soll die umfangreiche Sammlung von Tieraufnahmen, darunter seltene Verhaltensweisen und Aufnahmen gefährdeter Arten, automatisch analysieren, kategorisieren und mit Metadaten versehen. Dadurch wird das Bildarchiv systematisch erschlossen und wissenschaftlich besser nutzbar gemacht.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Land Tirol/Veröffentlicht am 01.11.2025
